Physiotherapie für Kinder

In unserer Praxis bieten wir auch spezielle Therapieangebote für Kinder. Wir behandeln Säuglinge, Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsauffälligkeiten, Bewegungsstörungen, Haltungsproblemen sowie angeborenen oder erworbenen Behinderungen.
Dabei ist uns die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ärzten und vor allem mit den Eltern äußerst wichtig, denn sie vertrauen uns ihr Wertvollstes – ihr Kind – an.

Als Behandlungsziel streben wir die Förderung der Selbstständigkeit und die Verbesserung der Lebensqualität des Patienten an.
Nach der Befunderhebung und der Beurteilung des Entwicklungsstands des Patienten suchen wir nach den Ursachen der Störung und erarbeiten einen Therapieplan, in den die Eltern einbezogen und angeleitet werden.

Unsere Therapeutin Susanne Salomon-Raps hat die Spezialausbildung zur Kinder Vojta Therapeutin erfolgreich absolviert und macht im Dezember ihren Abschluss Bobath für Kinder.

Die Vojta Therapie für Kinder

Vojta für Kinder ist eine zertifizierte physiotherapeutische Zusatzausbildung, die Therapie wird vom Kinderarzt verordnet und kann mit der Krankenkasse abgerechnet werden.

Vojta wurde vom Kinderneurologen Prof. Dr. Vaclav Vojta entwickelt und stellt ein komplexes Diagnose- und Therapieprinzip dar. Durch gezielte Reize an bestimmten Auslösezonen werden Rezeptoren der Haut, Muskeln, Faszien und Gelenke stimuliert und ein Zugang zu genetisch angelegten Bewegungs- und Haltungsmustern ermöglicht. Diese sogenannte Reflexlokomotion löst Bewegungsmuster wie Reflexkriechen und Reflexumdrehen aus und ermöglicht dem Kind z.B. die Aufrichtung gegen die Schwerkraft, zielgerichtete Bewegungen, die Anpassung der Körperlage an den Raum sowie die Aktivierung von Stoffwechsel und Kreislauf. Mit dieser Therapie können Störungen des zentralen peripheren Nervensystems sowie Störungen im Muskel- und Skelettsystem behandelt werden.

Die Vojta Therapie wird eingesetzt bei folgenden Diagnosen

  • Frühgeborene
  • zentrale Koordinationsstörungen
  • Auffälligkeiten der Muskelspannung
  • Asymmetrien, Schiefhaltungen, KISS-Syndrom
  • neurologische Auffälligkeiten wie Spastiken, Cerebralparesen
  • Schädelhirntrauma

Die Ziele der Therapie sind

  • die Aktivierung der Körpermuskulatur, um Haltungs- und Bewegungsmuster positiv zu beeinflussen
  • die Vermeidung von auffälligen Bewegungsmustern, besonders in der Frühtherapie, bevor sich abnormale Bewegungsmuster fixieren
  • die Wiederherstellung der normalen Wahrnehmung und einer adäquaten Muskelspannung
  • die physiologische Einstellung der Wirbelsäule und die Korrektur von Fehlhaltungen und Fehlstellungen der Gelenke

Mit der Behandlung sollte frühzeitig begonnen werden und an den Entwicklungsstand des Kindes angepasst werden.